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ARCHITEKTURFÜHRUNGEN IN FRANKFURT AM MAIN
Eingang Haus Glückert, Mathildenhöhe
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Extratouren
Jugendstil in Darmstadt

Wie eine Insel aus einer anderen Welt erscheint die Mathildenhöhe in Darmstadt. Auf Anregung des Hessischen Großherzogs Ernst-Ludwig entstand dort zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine kleine Jugendstilsiedlung. Die meisten malerischen Gebäude stammen von Joseph Maria Olbrich, der zuvor das Wiener Sezessionsgebäude geplant hatte. Sein eigenes Wohnhaus und Erstlingswerk als Architekt entwarf hier Peter Behrens, der nach heutigen Begriffen zuvor Produktdesigner war.
Bei einem Rundgang auf der Mathildenhöhe werden auch die Gemeinsam- und Gegensätzlichkeiten von Jugenstil- und Heimatstilarchitektur betrachtet. Villen des Darmstädter Architekten Alfred Messel und des Oppenheimer Architekten Paul Wallots sind als Protestbekundungen gegen den Jugendstil zu verstehen. Beide Architekten wurden berühmt in Berlin: Wallot durch den Bau des Reichstags und Messel durch den des Kaufhaus Wertheim.
Vor Gründung der Jugendstilkolonie wurde auf der Mathildenhöhe eine russische Kapelle durch den russischen Zar gestiftet. Die Zarin war die Schwester des Großherzogs. Zur Verwandtschaft zählten auch die Eltern von Prinz Philipp von England, die hier heirateten.
Nach einem Spaziergang über den Platanenhain mit Skulpturen von Bernhard Hoetger führt der Rundgang auf den Hochzeitsturm, wo neben einem schönen Blick über Darmstadt, die im Jugendstil gestalteten Hochzeitszimmer zu sehen sind. Am Ende der Tour steht ein Besuch des ehemaligen Ateliergebäudes, das nun als Museum eine Übersicht über Gebrauchsgegenstände des Jugendstils bietet.

Atelierhaus Mathildenhöhe Darmstadt von Joseph Maria Olbrich
Atelierhaus Mathildenhöhe Darmstadt
von Joseph Maria Olbrich

Wohnhaus Peter Behrens, Mathildenhöhe
Wohnhaus Peter Behrens, Mathildenhöhe Darmstadt

Eingang Haus Glückert, Mathildenhöhe
Eingang Haus Glückert, Mathildenhöhe Darmstadt von Joseph Maria Olbrich